Schließlich wies Helga Schwitzer, Mitglied des IG-Metall-Vorstands, auf die wichtige Rolle der Sozialpartner auf Der Betriebsebene hin. Sie betonte, dass es ihre Verantwortung sei, die einzelnen Punkte des Pilotabkommens aus Baden-Württemberg umzusetzen. Am 22. Mai 2012 begrüßte Frau Schwitzer in einer Pressemitteilung auch den mit der VGZ erzielten Kompromiss zur Verbesserung der Bedingungen für Leiharbeitnehmer in der Metall- und Elektroindustrie. Eine Härtefallklausel gibt es beispielsweise auch in der chemischen Industrie. Um gefährdete Arbeitsplätze zu sichern und/oder eine Standortumsiedlung zu verhindern, können die Tarifstandards auf Betriebsebene um bis zu 10 % gesenkt werden. 2. April 2015Die deutsche Tochtergesellschaft IG BCE und der Chemiearbeitgeberverband haben nach einer langen vierten Abschlusssitzung am 26./27. März in Stuttgart einen branchenweiten Tarifvertrag für die chemische Industrie abgeschlossen. Während der Einsatz von Leiharbeitnehmern beispielsweise durch einen Betriebsvertrag eingeschränkt werden kann, können andere Flexibilisierungsmaßnahmen bei der Vergütung eingeführt werden, wie die Verlängerung der Wochenarbeitszeit auf 40 Stunden für einen begrenzten höheren Anteil der Arbeitnehmer.

Wenn Leiharbeitnehmer nicht die gleichen Löhne und Arbeitsbedingungen wie Dauerbeschäftigte genießen, kann der Betriebsrat dagegen einwenden, dass sie in Zukunft eingesetzt werden. Der Tarifvertrag sieht vor, dass Unternehmen, die gezwungen sind, von diesen Optionen abzuweichen, abweichen. Befindet sich ein Unternehmen in ernsten wirtschaftlichen Schwierigkeiten, soweit sein Beschäftigungsniveau beeinträchtigt wird, ist es nicht verpflichtet, diese Klauseln für Lehrlinge einzuhalten. Dasselbe gilt, wenn persönliche Gründe eine weitere Anstellung eines Lehrlings rechtfertigen. Im ersten Fall muss der Betriebsrat der Verzögerung zustimmen, im zweiten falles muss nur die Geschäftsführung zustimmen. Die kürzlich geschlossene Vereinbarung ermöglicht die uneingeschränkte Entsendung von Leiharbeitnehmern in jedem Unternehmen für 18 Monate. Nach Ablauf dieser Frist muss das Unternehmen prüfen, ob der betreffende Leiharbeitnehmer einen direkten unbefristeten Arbeitsvertrag erhalten kann. Die Verfügbarkeit von Daten über die Verwendung spezifischer Öffnungsklauseln ist begrenzt. Nach Angaben des IAB-Betriebspanels sind zwischen 44 % und 73 % (33 % und 47 % dieser produzierenden Unternehmen sowie 20% (27%) von den Banken und Versicherungen in West-(Ost-Deutschland, die von Öffnungsklauseln Gebrauch machen könnten, 2005 von ihrem Recht Gebrauch machten, eine Art Opt-out-Klausel in Irgendeiner Form zu nutzen (DE0606019I). Leider ist keine Differenzierung im Anwendungsbereich möglich.

Im Allgemeinen nur 31% (37%) aller Fälle in West-(Ost-Deutschland betroffen, einschließlich der in Abschnitt 2a4 behandelten Fälle. Probleme wurden durch den demografischen Wandel verursacht, der zu einer alternden Bevölkerung geführt hat, in der ältere Arbeitnehmer nicht ohne weiteres durch junge Menschen ersetzt werden können. Die Sozialpartner verhandeln über Themen wie die Bereitstellung gering qualifizierter und qualifizierter Arbeitsplätze sowie flexible Arbeitszeitmodelle, die die Altersstruktur und den demografischen Wandel berücksichtigen. Die neue Vereinbarung tritt am 1. November 2012 in Kraft und läuft bis 2017.